
Mit der Finalrunde am 17. April 2026 fand eine beeindruckende Volleyballsaison ihr Ende – eine Saison, die spannender kaum hätte verlaufen können. Sieben Mannschaften kämpften über Monate hinweg um Punkte, Sätze, Siege, mit dem Ziel, am Ende ganz oben zu stehen. Auch wenn immer der Sieg im Visier ist, so war dieses Jahr der Weg dorthin außergewöhnlich intensiv, emotional und voller Sportgeist.
Zu Beginn der Saison war nicht klar, wer als Favorit galt: die Vorjahressieger, die Zweitplatzierten oder vielleicht das neue Team Medizin Bad Gottleuba.
Während die Wilsdruffer Jugendmannschaft weiterhin mit dem Ziel antrat, Spielerfahrung zu sammeln, um sich Stück für Stück im Ligabetrieb zu etablieren, wusste niemand so recht, was von Medizin Bad Gottleuba zu erwarten war. Eine neue, aber gestandene Mannschaft, deren Leistungsniveau schwer einzuschätzen war und genau das machte sie so gefährlich. Schnell zeigte sich, dass sie nicht einfach nur zum Mitspielen gekommen waren. Mit großem Kampfgeist und top eingespieltem Team schnappte Medizin Bad Gottleuba nicht nur uns, dem SV Chemie Dohna, einen Satz weg, sondern überraschte auch andere Teams mit starken Auftritten und Siegen. Jede Begegnung mit ihnen entwickelte sich schnell zum Prüfstein für die gesamte Liga.
Doch auch die Mannschaft aus Mohorn erwies sich als harter Brocken. Ihre Angriffsstärke und das präzise Zusammenspiel zwangen viele Teams, über ihre Grenzen hinauszugehen. Kein Spiel war ein Selbstläufer, keine Punkte waren geschenkt, genau das ergab den Reiz dieser Saison.
Dann kam das Finale.
Nach Wochen des Kämpfens, Trainierens und Hoffens stand fest: Wir, die Mädels des SV Chemie Dohna, verteidigten den Titel des vergangenen Jahres erfolgreich, punktgleich mit Fortschritt Pirna, doch mit einem Sieg mehr. Ein Erfolg, der nur durch Teamgeist, Nervenstärke und unermüdliche Leidenschaft möglich wurde. Gerade die Duelle mit dem SV Fortschritt Pirna hatten dabei einen ganz besonderen Stellenwert. Für uns sind diese Begegnungen immer echte Derbys – intensiv, emotional und auf hohem spielerischem Niveau. Pirna ist ein unglaublich starker und zugleich fairer Gegner. So sehr man sich nach einer Niederlage gegen sie ärgert, so sehr kann man sich auch über ihre Erfolge freuen. Ein Zeichen von großem Respekt und sportlicher Verbundenheit.
Auch abseits der Tabellenspitze gab es beeindruckende Entwicklungen. Die Jugendmannschaft aus Wilsdruff, die im Laufe der Saison ihre deutlich gewachsenen spielerischen Fähigkeiten demonstrierte. Von der Nervosität aus dem Vorjahr war nichts mehr zu spüren. Wenn sie weiter so diszipliniert und fleißig arbeiten, wird aus diesem jungen Team in den kommenden Jahren eine echte Spitzenmannschaft.
Am Ende aber stand nicht nur das Gewinnen im Vordergrund. Diese Saison zeigte, worum es im Volleyball wirklich geht: Freude am Spiel, Respekt vor den Gegnern und das gemeinsame Erleben spannender Momente auf und neben dem Feld. Mit dem letzten Ballwechsel endet eine Saison, die allen Beteiligten alles abverlangte und genau deshalb unvergesslich bleibt.
